Letterpress

Letterpress – was ist das überhaupt?

Das „Letterpress“-Verfahren, im Deutschen auch als Buchdruck bekannt, ist eine sehr alte Drucktechnik, bei dem es möglich ist, das Druckmotiv gleichzeitig ins Papier einzuprägen. Früher druckte man mit beweglichen Bleilettern, heute ganz modern mit Photopolymer-Klischees. Drucke im Letterpress-Verfahren sind noch ziemlich viel Handarbeit. Im Gegensatz zur modernen Digitaldruckmaschine, die tausende Exemplare innerhalb weniger Minuten ausspuckt, muss ich meinen Boston Tiegel noch „von Hand füttern“. Jeder einzelne Druck, jede einzelne Farbe, wird hier noch mit viel Herzblut von Hand gedruckt.

Der Charme

Letterpress-Erzeugnisse sind selten perfekt. Der Farbauftrag kann minimal schwanken, die Positionierung einen Millimeter abweichen und keine zwei Drucke gleichen sich wie ein Ei dem anderen.
Das ist so ein bisschen wie bei einer Schallplatte aus Vinyl: Das knackt und knarzt mal hier, mal dort, aber trotzdem ist der Sound um einiges wärmer, reicher und kraftvoller als der von einem MP3. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber genau das ist es ja auch, was man mit Druckerzeugnissen im Letterpress-Verfahren erreichen möchte: Man möchte sich aus der Masse abheben. Das Papier anfassen. Die Farbe riechen. Die Prägung spüren. Für alles andere gibt es online Druckereien.

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Alles öko oder was?

Ja, und darauf bin ich stolz! Im Gegensatz zu anderen Druckverfahren ist der Buchdruck ein sehr umweltfreundliches Verfahren. Die von mir verwendeten, schweren Baumwollpapiere werden aus Abfällen der Textilindustrie hergestellt. Hierfür muss kein Baum gefällt und kein Wald gerodet werden. Neben den Baumwollpapieren verwende ich ausschließlich FSC / PEFC™-zertifizierte und/oder Recyclingpapiere.
Die von uns verwendeten Druckfarben auf Gummibasis sind lösungsmittelfrei und können mit handelsüblichem Pflanzenöl entfernt werden. Die Verwendung von umweltschädlichen Putzmitteln entfällt somit.
Und zum Schluss noch ein Wort zu meinen Druckpressen: Hierbei handelt es sich um wirklich alte, händisch betriebene Maschinen, die teilweise sogar noch die vorletzte Jahrhundertwende erlebt haben. Sie werden nur mit Körperkraft betrieben und verbrauchen keinen Strom. Das hält fit und schont Ressourcen. 🙂

Über uns

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Ines

Hat eigentlich Fotografie studiert, schubst aber gerne Pixel, programmiert und druckt mit viel Herzblut. Seit 2008 freischaffende Designerin @wildfang.media.

Fleur & Momo

Passen auf, daß Muddi auch alles richtig macht. Bringen dabei am liebsten auch alles gründlich durcheinander. Akzeptieren Kauknochen als Honorar.

© 2020 Ines Opifanti / LilaLetterpress